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Freitag, 16. Januar 2026

"What a Waste of Devotion"

"Mein Herz wurde gebrochen".
Ich schmunzle über die Antworten, die stark variieren. Von meinen Liebsten. Von Menschen, die wissen, dass mein Herz 2020 pulverisiert wurde und seitdem kaum wirklich existent ist. 

Ich war immer wieder erstaunt über mich und meine Joy Zeit und die daraus resultierenden Erfahrungen. Alles mit B hat mich in den Wahnsinn getrieben; J's Art zu kommunizieren führte zu dauerhafter Irritation; und nun N. Alles Unannehmlichkeiten.

Es war eine wunderbare kurze Erfahrung mit N in den letzten acht Wochen.
Zu Beginn war ich noch unsicher. Gleichaltriger Mann, der viel zu nett wirkt für die Szene. Nicht unbedingt das, was ich gesucht habe, aber ein entspanntes erstes Abendessen. Das zweite Treffen war dann schon privat - Wein und wunderbar geredet. Bei Treffen drei und vier bin ich sogar über Nacht geblieben. Unüblich für mich seit November, denn J's Bett war der letzte Safe Space, den ich aufgeben musste. 
Nur wenige Treffen, aber wir fingen an viel zu schreiben über alles Mögliche. Und Anfang Januar verkündete ich gegenüber G, aber auch C, meinen Crush. 

"Meinen Crush" - wie auf zahlreiche Männer zuvor. Ein Wettbewerb darin, wer am wenigsten ein inneres Augenrollen hervorrief. "Meinen Crush" - wie auf junge Spieler-Trainer, an denen ich eigentlich nur mag, wie sie ihr Team auf dem Volleyball-Feld anbölken. "Meinen Crush", wie auf S, der ein Bild von einem Mann ist und mir als Mann in offener Ehe nicht auf den Keks geht. 

Und doch mehr Crush als das. Ich hab gespürt, wie ich mit N schreiben möchte, wie ich mich aufs nächste Treffen gefreut habe, wie ich mich einfach wohlgefühlt habe. Nichts, was für die Zukunft gewesen wäre - aber eine zwischenmenschliche Beziehung, die mich für den Moment einnehmen konnte. Und wie immer hätte ich es direkt dort lassen sollen. Als diese Erkenntnis kam.

Seit gestern schwelt es in mir. Die letzten zwei Wochen waren hart. Ich habe mehrere Tage über zehn Stunden gearbeitet und ich habe seit Montag den beginnenden Meltdown gespürt. Über unterschiedliche Themen kamen N und ich gestern zu MaD. Ein Thema, das sowieso schon zu genüge schmerzt, wenn man hinter den aktuellen Stand blickt. 
Alles was letztes Jahr zwischen Mai und September vorgefallen ist - tat einfach nur weh. Jeder Kommentar von meinen anderen zwischenmenschlichen Beziehungen zu MaD und mir - tut einfach nur weh. Und trotzdem wollte ich ihn nie aufgeben. 

Ein verheirateter Mann. Etwas, über das ich aus vielen Gründen, nachdem ich es im Nachhinein erfuhr, hinweg gesehen habe. Andere Menschen können darüber weniger hinwegsehen. So wie N. 
Ich ging schon davon aus, dass das Thema im Gespräch vorbei ist. Aber dann beförderte er meinen annahenden Shutdown auf ein neues Level. 
N. will sich jetzt überlegen, wie er damit umgeht, "schon ne Red flag für mich", sagte er. Und es ist nicht mal so, dass ich das nicht verstehen könnte. Er sagte, er würde es gerne verstehen. Aber nichts, was ich dazu sagen könnte, wäre etwas Anderes als eine Rechtfertigung auf vielen verschiedenen Ebenen. Und es ist ein Gespräch, das ich schon mit zahlreichen Freunden geführt habe. Mit unterschiedlichsten moralischen Wertungen und variierenden Schuldzuweisungen für MaD und mich. 

N. und ich diskutieren das Thema noch weiter. Aber ich weine schon während des Schreibens. N. fragt mich, ob ich weinen will, nachdem ich was mit MaD hatte. Und ich will weinen, aber nicht aus den Gründen, die N für vernünftig hält. 

Wir belassen es für gestern dabei. Ich weine mich in den Schlaf und schlafe kaum. Am nächsten Tag um 9 Uhr Start einer Lehrveranstaltung, die ich zum Glück im Team gebe. 
Von Stunde zu Stunde werde ich noch stärker anxious. Eigentlich wollten N. und ich uns heute sehen, nachdem wir uns Sonntag auf Montag gesehen hatten. Aber neben Krankheit kam jetzt diese tiefe Kluft dazu. N sagt, dass er weiter darüber nachdenken muss, was das mit ihm macht. 

"Mein Herz wurde gebrochen", 
"Wie heißt die Bitch?", "Ach Quatsch", "Warum das?", "Verpasster Sprachanruf" - einige der Reaktionen meiner Liebsten, die meine schwere Brust etwas leichter machen. 
Sie alle nehmen meine Seite ein, verstehen Ns Gefühle und seinen Standpunkt nicht. Und ich komme noch in die Verlegenheit ihn zu verteidigen. 

Unabhängig davon, was N für sich zurecht überlegt - ist spätestens jetzt die Situation, wo mein Fluchtinstinkt einsetzt. N hat es bisher so gut geschafft, den überhaupt nicht zu triggern. Und jetzt merke ich, dass ich ihn eigentlich schon zu gerne mochte, weil er prinzipiell ein Mann ist, der ein Safe Space für mich hätte sein können. Und nicht nur sein Bett. Auch wenn unsere Lebensentwürfe nicht zusammengepasst hätten. Und ist das nicht spätestens der Moment, in dem ich weglaufen sollte? In dem der Fluchtinstinkt berechtigt ist? Denn genau das solle ich nicht haben. 
Ich nehme - mittlerweile - die Verheirateten in offener Ehe - die keine Erwartungen an mich stellen, und die keinerlei wirksamen Emotionen in mir hervorrufen. 

N sagt, er melde sich "auf jeden Fall die Tage" bei mir. In meinem Inneren läuft schon der Abspann. 


„It only hurts, if you care.“

 21.35 Uhr. 

Mein Meltdown kündigt sich seit 28 Stunden an. Meine Augen sind aufgequollen. Meine Fingernägel abgekaut. 


Flucht. 




Montag, 24. November 2025

Sonntag, 5. Oktober 2025

„There is a Garden in my Heart, where you can sleep safely.“

Freitag. Stunden voller Glück. 

Ich sehe MaD. Stunden um Stunden voller Glück. Das erste Mal ausgepowert sein seit Monaten. 

Er setzt mich bei C. ab. Es folgen weitere Stunden voller Zufriedenheit und guter Gespräche. Kücheninseln, Kinosessel, Sofas. In der Sauna sitzen. Kuschelnd einschlafen. 

Ich sehe F und T. Wir trinken Kaffee und Tee. 

Ich liege jetzt kränkelnd bei Fl. Im Bett. Mein Körper ist schwer. Aber ich fühle mich so leicht. 


Dienstag, 30. September 2025

"It is better to be unhappy and know the worst, than to be happy in a fool's paradise."

Ich liege im Bett und bin glücklich. Ich kann nicht einschlafen, denn mit jeder Form von zu viel Emotion kann ich nicht umgehen. 

MaD ist Balsam für meine Seele. 

Montag, 29. September 2025

"A person can only be born in one place. However, he may die several times elsewhere."

Der nächste Mann, der der Meinung ist, dass er mich kennen würde. 

Genauso wie bei B frage ich mich, wozu ich Mi eigentlich in meinem Leben haben will. Wir sehen uns nicht - im Zweifel motzt er mich wegen dummen Kram an - ich fühle mich ständig nur herausgefordert in meiner Persönlichkeit.
Ich frage mich ehrlich, wann bei mir im Kopf irgendeine Sicherung für gute Entscheidungen durchgebrannt ist, dass ich sowas so lange mitmache. Warum bin ich überhaupt verletzt, warum gebe ich überhaupt irgendeinen Fuck? Warum erkläre ich überhaupt diplomatisch, was ich denke und fühle? Es ist so verschwendete Lebenszeit. 

Damit es am Ende heißt "Du entspannst dich aber nicht, weil du dich selber unter Druck setzt. Du willst es entspannt, aber denkst es kaputt." Und dann wird so getan, als wäre nichts passiert.  Treibt mich zur Weißglut so ein Verhalten. 

Und dann ist MaD wieder Teil meines Lebens. Nach einigen Wochen Pause ist er wieder aufgetaucht. Hat V aus seinem Leben entfernt. Die getroffenen Entscheidungen tun nach wie vor weh. Aber das weiß er. Und er würde nie so reagieren wie Mi. 
Mit MaD zu sprechen löst einfach immer ein Gefühl von Leichtigkeit in mir aus. Ich fühle mich gesehen und wertgeschätzt und verstanden und selbst in unserer letzten Diskussion war das so. 
Wir werden uns nicht mehr sehen, aber vielleicht bleibt er einfach so Teil meines Lebens, wie ich es mir gewünscht habe. Ich möchte mit ihm schäkern, ihm erzählen, was mir passiert, mich geborgen und verstanden fühlen. 






Montag, 21. Juli 2025

My hands had been slapped so many times when I reached for things that I hadn't even questioned it when I'd been given something without asking for it.

Ich bin anxious. Es ist erst 21.45 Uhr. Ich liege im Bett. 
Mit der Erwartung eines Anrufs. Mit dem schlechten Gefühl einer erhaltenen Nachricht. 

Dass ich heute nur zwei Cappuccino und sonst nichts hatte, tut ihr übriges dazu.  

Die Erfahrungen mit B und MaD hängen mir nach. Ich würde gerne alle positiven Erfahrungen mit MaD einschließen und dafür sorgen, dass sie ungetrübt bleiben von der jetzigen Situation. 

J sehe ich jetzt drei Wochen nicht. Die Männergeschichten sind gerade auf ein Minimum reduziert. Denn das hat mir vor allem eins gegeben: Probleme. 

Vielleicht übergebe ich mich gleich, damit dieses Gefühl verschwindet. 

Dienstag, 10. Juni 2025

"I was always ashamed to take. So I gave. It was not a virtue. It was a disguise."

"Ich wollte dir kein schlechtes Gefühl geben. Deinetwegen - nicht meinetwegen.
Aber ich bin sauer, ich bin verletzt, ich bin enttäuscht von dir. Es ist nicht fair, wie du mich behandelt hast.

[...]

Ich habe dir was zu Valentinstag mitgebracht, nur damit du mich - wie wir neulich festgestellt haben - an dem gleichen Abend anlügst, dass sie sich gemeldet hat und nicht, dass du dich bei ihr gemeldet hast.

[...]

Meine Sicht auf die Dinge interessiert dich nicht. Deine Sicht auf die Dinge willst du mir nicht offen sagen. 

[...] 

Ich bin nicht wütend, weil wir nicht mehr sind. Ich bin wütend, weil du nicht aufrichtig warst. Weil ich so viele Tränen zwischen Dezember und jetzt vergossen habe. Weil du mir nicht das gegeben hast, was ich dir gegeben habe: Ehrlichkeit, Reflexion und gesehen zu werden."


"Danke für die lange Nachricht. Ich mag dich und du bist mir wichtig. Ich bin aber in einer Beziehung und möchte nicht fremdgehen. Da du Gefühle entwickelt hast, ist es jetzt leider so schmerzhaft. Ich sehe dich, aber wie du schon richtig geschrieben hast, kann ich dir das komplizierte was du willst nicht geben. Und wenn ich wirklich so schrecklich bin, kannst du dich doch sicherlich ganz leicht von mir lösen ;)"


"Du hast diesen Kontakt blockiert."



Das war schmerzhaft. Das war so schmerzhaft. 
Weil es unreflektiert ist. Weil es die Dinge, Gefühle und Gedanken verkennt. Weil es darauf ausgelegt ist verletzend zu sein.




Montag, 12. Mai 2025

Be who you were meant to be. And set the world on fire.

Ich schmerze heute mal wieder. 
Nicht nur mit B. ist es vorbei - nach Monaten voller Diskussionen und Schmerz.

Auch mit MaD. ist es nun vorbei nach vielen schönen Monaten. Monaten voller Zweisamkeit. Monaten voller Fürsorge und Zuneigung. 
Ich wusste worauf ich mich eingelassen habe, als ich erfahren habe, dass er ein verheirateter Mann ist und es gab sowieso einen Endzeitpunkt, wenn er zurück in die Heimat gegangen wäre. Aber ich dachte wir hätten zumindest bis September. 

Nun hing seine Ehe am seidenen Faden und es ist sinnvoll, dass er sich den wichtigen Dingen zuwendet.
Aber es war gut zwischen uns und umso trauriger bin ich über das Ende. 
Er hat sich mir gegenüber nie falsch verhalten. Und es war großartiger Sex. Es war geborgenes Kuscheln. Es war das was ich wollte, ohne Commitment. Und trotzdem war er Teil meines Lebens.

Ich werde mich ordentlich ausweinen müssen.